EOE Eyewear & Regrind

Überblick

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Land

Schweden

Art der Organisation

Privately Owned SMEs

Anzahl der Angestellten

12

Practice-Kategorie

Good

Investitionsniveau

Mittel

Art der Aktivität

Processing waste / Product design from waste material

Stichworte

Recycling / Upcycling / Waste collection

Zusammenfassung

EOE ist ein schwedischer Brillen- und Recycling-Innovator, der patentiertes Acetat-Recycling (Regrind) mit dem Design und der Produktion stilvoller, hochwertiger Brillen kombiniert. Durch das Sammeln und mechanische Aufbereiten gebrauchter Acetat-Fassungen zu neuem Rohmaterial hat EOE ein geschlossenes Kreislaufsystem geschaffen, das die Materialrückgewinnung direkt mit Einzelhandel und Design verbindet. Das Modell zeigt starke Innovationen sowohl im technischen Prozess als auch in der kundenorientierten Produktentwicklung und positioniert Nachhaltigkeit als zentrale ästhetische und kommerzielle Stärke.

EOE wurde teilweise durch Bankkredite finanziert. Dies zeigt, dass Kreislaufdesignmodelle konventionelle Finanzierungen anziehen können, wenn sie durch eine starke Markenpositionierung und Marktakzeptanz unterstützt werden.

EOE beweist, dass Zirkularität hochwertig, skalierbar und authentisch sein kann und ist besonders inspirierend für Juweliere, Möbelhersteller und Textildesigner.

Hintergrund und Herkunft

EOE wurde in Nordschweden von einem Paar gegründet, das sich von seiner arktischen Herkunft inspirieren ließ. Ziel war es, Design und Nachhaltigkeit zu vereinen. Mit ihrem Regrind-System können gebrauchte Brillen zu neuem Rohmaterial verarbeitet werden. Damit ist EOE ein Pionier der Kreislaufwirtschaft in der optischen Industrie.

Relevanz für das Handwerk

EOE verbindet skandinavische Designwerte mit Handwerkskunst und Nachhaltigkeit. Der Schwerpunkt auf minimalistischer, handgefertigter Ästhetik und die innovative Wiederverwendung von Materialien durch das Regrind-System stehen im Einklang mit den Werten des Handwerks: Qualität, Tradition und Einfallsreichtum.

Materialfokus – Art des betroffenen Abfallmaterials

  • Recyceltes Acetat aus zurückgegebenen und weggeworfenen Brillen.
  • Geringer Einsatz von Metallen und Scharnieren, in der Regel auf Langlebigkeit oder Wiederverwendung ausgelegt.

Zielgruppen

  • Umweltbewusste Einzelhändler
  • Designorientierte Marken
  • Brillenkunden, die ethische und qualitativ hochwertige Produkte suchen

Alle Zielgruppen legen tendenziell Wert auf Nachhaltigkeit, lokale Identität und ästhetischen Minimalismus.

Beteiligte Akteure

  • Verbraucher: Geben Sie gebrauchte Rahmen zum Recycling zurück
  • Einzelhändler/Optiker: Als Sammel- und Verkaufsstellen fungieren
  • Lokale Hersteller und Designer: Neue Produkte entwickeln

Beteiligte Fachkräfte und ihre Rollen

  • Designer: Rahmen- und Produktentwicklung
  • Ingenieure: Innovation in der Acetatverarbeitung und -produktion
  • Einzelhandelsmitarbeiter und Marketingfachleute: Nachhaltigkeitsgeschichte kommunizieren
  • Arbeiten Sie mit Forschern zur Kreislaufwirtschaft aus Schweden zusammen.
  • Beide Gründer (männlich und weiblich) leiten wichtige Geschäftsbereiche und besitzen die Unternehmen zu 50–50 %.

Verbindung der Praxis mit den im Projekt ermittelten
Bedürfnissen

Wissen über Abfallstoffe

Das Mahlen und Wiederverwenden von Acetat durch EOE ist ein praktisches Beispiel für die Umwandlung von Altkunststoffen. Darüber hinaus sammelt und verwendet EOE lokale Materialien wie Rentiergeweihe, Birken und Quarz, die in den umliegenden Wäldern handverlesen wurden.

Grüne unternehmerische Fähigkeiten

EOE beweist grünes unternehmerisches Geschick, indem es Nachhaltigkeit in Markenbildung, Lieferkette und Partnerschaften einbettet und zudem die Compliance-Vorgaben für den Einzelhandel erfüllt.

EOE hat unter den Gründern Kompetenzen im Bereich Regulierung und Compliance aufgebaut und verfügt über ein EU-weites Patent für die Materialtrennung.

Scalable Recycling Systems wird in Zusammenarbeit mit Einzelhändlern entwickelt, die Verbrauchern die Möglichkeit bieten, gebrauchte Brillen abzugeben.

EOE Eyewear wird aus Plastikmüll hergestellt (und es ergeben sich auch Möglichkeiten für andere Marken).

Kreativität und innovative
Lösungen

EOE verwandelt weggeworfenen Kunststoff in modische, funktionale und ästhetische Objekte und fördert die Wiederverwendung durch visuelle und taktile Attraktivität, die Kreativität und Innovation zur Schau stellt.

Methodischer Ansatz zur Umsetzung der Praxis

Prozessbeschreibung – Schritt-für-Schritt-Anleitung zur
Umsetzung der Praxis

  • Sammeln Sie gebrauchte Rahmen (über Verbraucher und Einzelhändler)
  • Materialien sortieren und reinigen
  • Acetatplatten schleifen und neu formen
  • Neugestaltung und Herstellung neuer Brillen
  • Verkaufen Sie durch zirkuläres Storytelling und E-Commerce
  • Die Implementierung erforderte mehrere Jahre Forschung und Entwicklung und Industriepartnerschaften.

Benötigte Ressourcen

  • Schaukasten für Mahlgut
  • Produktkennzeichnung für die Mahlgutsammlung
  • In-Store-Rückgabeaktionen
  • Aufklärungsmaterial für Verbraucher und Händler (Visual Storytelling)

Endprodukt

Stilvolle, umweltbewusste Brillenkollektionen aus recyceltem Acetat. Die Linien Regrind und Reloved betonen ihre Kreislaufwirtschaft und ihr minimalistisches Design.

Finanzierungsquellen für diese Intervention

EOE Regrind wurde privat von EOE Eyewear finanziert, die wiederum mit dem eigenen Geld der Gründer und Bankkrediten aufgebaut wurde.

Innovation, Verwendung neuartiger Methoden oder Technologien

Das Regrind-Modell von EOE ist in der nordischen Region eine Branchenneuheit im Brillenbereich. Es nutzt Abfall als wertvolle Ressource und bindet Kunden durch designorientierte Nachhaltigkeit in den Kreislauf ein. Das Innovationspatent betrifft den Trennprozess von Metall von anderen Materialien, hauptsächlich Kunststoff (Holz ist ein weiteres Beispiel).

Hindernisse und Herausforderungen

Anfängliche F&E-Herausforderungen bei der Wiederaufbereitung von Acetat und beim Verständnis des Materials (ursprünglich ein markenorientiertes Unternehmen, das sich auf den Verkauf von Brillen konzentrierte) mit Unterstützung von Forschern. Der Ukraine-Krieg hat größere Unternehmen davon abgehalten, in Nachhaltigkeit zu investieren.

Weitere Schritte und Pläne für die Zukunft

EOE zielt darauf ab, das Regrind-Modell auszuweiten, branchenweite Kreislaufübergänge zu fördern und möglicherweise unter Verwendung derselben nachhaltigen Prinzipien in neue Produktkategorien einzusteigen.

Die Menge an recyceltem Acetat und Metall soll gesteigert werden. Vorzugsweise in Schweden. Dort gibt es mehrere größere Unternehmen und Personen mit Kenntnissen in der Metallverarbeitung. Italien und Frankreich sind potenzielle Standorte für die Steigerung der Menge an recyceltem Acetat. Präsenz auf Messen und Ausbau des Kreislaufgeschäfts mit den richtigen internationalen Einzelhändlern und Marken.

Wichtige Auswirkungen – ökologisch, wirtschaftlich und sozial

  • Umwelt: Deutliche Reduzierung des Verbrauchs von Neuacetat; verlängert die Lebensdauer von Kunststoffmaterialien.
  • Wirtschaftlich: Schafft eine zirkuläre Wertschöpfungskette im Modeeinzelhandel.
  • Sozial: Bezieht Verbraucher direkt in die Kreislaufwirtschaft ein, bildet aus und inspiriert.
  • Trägt indirekt durch Design, Logistik und Marketing zur Schaffung grüner Arbeitsplätze bei.

Qualitäten und Kriterien, um die Praxis als effektiv,
effizient, nachhaltig und übertragbar zu betrachten

Qualitäten

Wirksamkeit: Wie gut erreicht die Praxis ihre Ziele?

Nun, es verwandelt Abfall in Wert und erreicht designbewusste Verbraucher.

Effizienz: Minimiert die Praxis den Ressourcenverbrauch und maximiert gleichzeitig die Ergebnisse?

Ja, es minimiert den Einsatz von Rohstoffen und nutzt vorhandene Abfallströme und Lieferketten.

Nachhaltigkeit: Trägt die Praxis zum Umweltschutz, zur sozialen Gleichheit und zur langfristigen Rentabilität bei?

Ja, es ist besonders stark in den Bereichen Material, Produktion und Kommunikation.

Übertragbarkeit: Sind die Methoden auf andere Kontexte übertragbar?

Ja, das Modell ist auch in anderen Mode- und Accessoire-Bereichen anwendbar. Es könnte beispielsweise für Autoinnenausstattungen, Schmuck, Uhren und Handyhüllen verwendet werden.

Erforderliche Kompetenzen für die Umsetzung von Best Practices

Zuordnung von Aktivitäten zu Kompetenzen

Zugeordnete Kompetenzen

Wissen

Acetatverarbeitung, zirkuläres Design, Materialwissenschaft, Produktlebenszyklus. Um die Partnerschaften auszubauen, ist ein internationales Netzwerk ideal.

Fähigkeiten

Materialien sammeln, Abfall verarbeiten, neue Produkte entwerfen, Rahmendesign, Branding, digitales Marketing, Markenwerte kommunizieren.

Einstellungen

Möglichkeiten erkennen und an sie glauben, offen für Innovationen sein, konzeptionelles Denken, kritisches Denken und Argumentieren, Umweltbewusstsein, Kooperationsfähigkeit und eine internationale Perspektive.

Erforderlicher Schulungsbedarf für die Implementierung

  • Techniken zur Wiederaufbereitung von Acetat (Herstellung der Platten oder Gläser).
  • Zirkuläres Produktdesign.
  • Strategien zur Einbindung der Verbraucher.
  • Rechts- und Nachhaltigkeitszertifizierung.
  • Sprachen: Italienisch, Französisch, Chinesisch.

Erkenntnisse

  • Wenn man Nachhaltigkeit als Kernstück betrachtet, führt das zu Markenstärke.
  • Verbraucher können zu Mitgestaltern in Kreislaufsystemen werden, wenn sie die Möglichkeit haben, Produkte zurückzugeben.
  • Partnerschaften (wie mit Synsam) sind der Schlüssel zur Skalierung der Wirkung.

Verweise / Links