Traceless Materials
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Zusammenfassung
Die Traceless Materials GmbH, gegründet 2020 in Hamburg, ist ein Unternehmen der Kreislaufbioökonomie, das ein neuartiges Biomaterial namens traceless® entwickelt hat. Dieses Material wird aus landwirtschaftlichen Reststoffen gewonnen und dient als nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen und Biokunststoffen.
Traceless® ist vollständig biobasiert, kunststofffrei und heimkompostierbar. Unter natürlichen Bedingungen zersetzt es sich innerhalb von 2 bis 9 Wochen.
Das Unternehmen produziert traceless® in Granulatform, das mithilfe gängiger Kunststoffverarbeitungstechnologien zu verschiedenen Produkten wie Folien, Hartmaterialien, Beschichtungen und Klebstoffen verarbeitet werden kann. Diese Innovation zielt darauf ab, die Plastikverschmutzung zu reduzieren und zu einer regenerativen, klimafreundlichen Wirtschaft beizutragen.
Traceless verwendet landwirtschaftliche Abfälle wie Biertreber, um ein plastikfreies, vollständig kompostierbares Biomaterial herzustellen. Es ist zu 100 % biobasiert, heimkompostierbar und kann mit handelsüblichen Kunststoffmaschinen verarbeitet werden.
Das Material baut sich ab, ohne schädliche Rückstände zu hinterlassen, und reduziert die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffen um bis zu 95 %.
Hintergrund und Herkunft
Die Traceless Materials GmbH wurde von Dr. Anne Lamp und Johanna Baare mit der Mission gegründet, die globale Plastikverschmutzung zu bekämpfen und zu einer regenerativen, klimafreundlichen Wirtschaft beizutragen.
Durch die Umwandlung landwirtschaftlicher Reststoffe in nachhaltiges Material will das Unternehmen die Abhängigkeit von fossilen Kunststoffen verringern und eine Kreislaufwirtschaft fördern. Traceless®-Materialien sind so konzipiert, dass sie sich nahtlos in den biologischen Kreislauf der Natur integrieren und keine Spuren hinterlassen.
Relevanz für das Handwerk
Traceless®-Materialien bieten erhebliches Potenzial für den Handwerkssektor, da sie nachhaltige, kunststofffreie Alternativen für vielfältige Anwendungen bieten. Kunsthandwerker und Designer können traceless®-Granulate nutzen, um umweltfreundliche Produkte herzustellen und so der steigenden Nachfrage der Verbraucher nach nachhaltigen und biologisch abbaubaren Materialien gerecht zu werden. Die Kompatibilität des Materials mit Standardverarbeitungstechnologien macht es für die kleinteilige Handwerksproduktion zugänglich.
Materialfokus – Art des betroffenen Abfallmaterials
Traceless konzentriert sich auf die Nutzung organischer Abfallstoffe aus der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie. Konkret greift das Unternehmen auf Rückstände aus der Stärkeproduktion, der Getreideverarbeitung und dem Brauereibetrieb zurück, wie beispielsweise Treber.
Diese Nebenprodukte gelten als sekundäre Biomasse, d. h. sie werden nicht speziell für die Materialproduktion angebaut und stehen nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln. Traceless verwandelt diese landwirtschaftlichen Reststoffe in ein neuartiges, plastikfreies, kompostierbares Material und schafft so Mehrwert aus Abfällen, die sonst entsorgt werden würden.
Zielgruppen
Beteiligte Akteure
- Traceless-Gründer und Team.
- Förderer der EU und des Bundes (EIC, BMUV).
- Private Investoren.
- Industrielle Verarbeitungspartner.
- Zertifizierungsstellen und Unternehmen, die das Material für eine nachhaltige Produktentwicklung verwenden.
Beteiligte Fachkräfte und ihre Rollen
- Ingenieure und Wissenschaftler.
- Operationsteam.
- Qualitätssicherung.
- Marketing und Vertrieb.
Verbindung der Praxis mit den im Projekt ermittelten
Bedürfnissen
Wissen über Abfallstoffe
Traceless verfügt über ein fundiertes wissenschaftliches und technisches Verständnis organischer Abfallströme, insbesondere sekundärer Biomasse aus landwirtschaftlichen Prozessen. Der Fokus liegt auf Rückständen wie Biertreber aus Brauereien und Nebenprodukten der Stärke- oder Getreideverarbeitung – Materialien, die oft entsorgt oder nicht ausreichend genutzt werden. Anstelle traditioneller Kunststoffrohstoffe oder sogar Biokunststoffe der ersten Generation (die möglicherweise noch auf Nahrungspflanzen oder chemisch modifizierten Polymeren basieren) verwendet Traceless die in diesen Rückständen enthaltenen natürlichen Polymere. Das Verfahren verzichtet auf chemische Modifikationen und stellt sicher, dass das Material natürlich abbaubar bleibt. Dies zeugt von angewandter Expertise in der Biopolymerextraktion, in zirkulären Materialströmen und in den Umweltauswirkungen verschiedener Abfallarten.
Grüne unternehmerische Fähigkeiten
Die Entwicklung des Unternehmens spiegelt hohe unternehmerische Kompetenz im Bereich grüner Innovationen wider. Den Gründern gelang es, ein forschungsbasiertes Konzept erfolgreich in ein schnell wachsendes Startup umzusetzen. Innerhalb weniger Jahre sicherte sich Traceless 36,6 Millionen Euro an Fördermitteln, unter anderem vom Europäischen Innovationsrat und dem deutschen BMUV – wichtige Indikatoren für das Vertrauen der Investoren und die Ausrichtung auf die grünen Transformationsziele der EU.
Sie planten außerdem den Bau einer vollwertigen Produktionsanlage und zeugten damit von langfristiger strategischer Planung. Ihre aktive Teilnahme an internationalen Nachhaltigkeitsveranstaltungen, politischen Foren und Materialinnovationsgruppen positioniert sie als Vordenker und Wegbereiter in den Bereichen Bioökonomie und Kreislaufkunststoffe.
Kreativität und innovative
Lösungen
Traceless hat ein vollständig kunststofffreies Material entwickelt, das dennoch wie herkömmlicher Kunststoff funktioniert. Es bietet Haltbarkeit, Verarbeitbarkeit und Flexibilität und ist gleichzeitig vollständig heimkompostierbar und schadstofffrei. Dies erforderte nicht nur wissenschaftliche Kreativität, sondern auch innovatives Denken, um die Materialleistung mit Umweltverträglichkeit und bestehender Industrieinfrastruktur in Einklang zu bringen.
Im Gegensatz zu vielen umweltfreundlichen Materialien, die neue Maschinen erfordern oder mit hohen funktionalen Kompromissen verbunden sind, können Traceless-Materialien mit Standardtechnologien der Kunststoffherstellung verarbeitet werden. Diese Kompatibilität reduziert Akzeptanzbarrieren und erhöht die Skalierbarkeit.
Methodischer Ansatz zur Umsetzung der Praxis
Prozessbeschreibung – Schritt-für-Schritt-Anleitung zur
Umsetzung der Praxis
- Quelle: landwirtschaftliche Rückstände (z. B. Treber, Stärkeabfälle).
- Extrahieren Sie natürliche Polymere ohne chemische Modifikation.
- Mit proprietärer Technologie zu Granulat verarbeiten.
- Verwandeln Sie Granulate mithilfe von Standard-Kunststoffmaschinen in Produkte (z. B. Formen, Beschichten, Extrudieren).
- Verteilung an Industriepartner zur Verwendung in Verpackungen und anderen Anwendungen.
- Altprodukte sind unter natürlichen Bedingungen kompostierbar, ohne dass Mikroplastik zurückbleibt.
Benötigte Ressourcen
Endprodukt
Das Endprodukt des Traceless-Prozesses ist ein kunststofffreies, vollständig kompostierbares Biomaterial in Granulatform. Dieses Granulat kann mit Standardanlagen zur Kunststoffherstellung zu Produkten wie starren Verpackungen (z. B. Schalen, Besteck), flexiblen Folien, Beschichtungen, Etiketten und Klebstoffen verarbeitet werden. Die Endprodukte sind ungiftig, natürlich abbaubar und stellen eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen dar.
Finanzierungsquellen für diese Intervention
Innovation, Verwendung neuartiger Methoden oder Technologien
Die Traceless Materials GmbH hat mit der Entwicklung von traceless®, einem kunststofffreien, heimkompostierbaren Biomaterial aus landwirtschaftlichen Reststoffen, einen innovativen Ansatz für nachhaltige Materialien entwickelt. Die zum Patent angemeldete Technologie extrahiert natürliche Biopolymere aus Pflanzenabfällen und produziert Granulate, die mit Standardanlagen zur Kunststoffherstellung zu verschiedenen Produkten verarbeitet werden können.
Dieses Verfahren unterscheidet sich von herkömmlichen Biokunststoffen durch die Verwendung natürlicher Polymere ohne synthetische Modifikationen, wodurch eine schnelle biologische Abbaubarkeit innerhalb von 2 bis 9 Wochen unter natürlichen Bedingungen gewährleistet ist. Darüber hinaus sind traceless®-Materialien frei von schädlichen Zusatzstoffen und Lösungsmitteln und bieten eine ganzheitliche Lösung, die dem Cradle-to-Cradle-Prinzip entspricht.
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Hindernisse und Herausforderungen
Traceless stand vor der Herausforderung, die Produktion zu skalieren, behördliche Zertifizierungen zu erhalten und die Materialkompatibilität mit bestehenden industriellen Prozessen sicherzustellen – und das alles bei gleichzeitiger Wahrung der vollständigen biologischen Abbaubarkeit und der plastikfreien Zusammensetzung.
Weitere Schritte und Pläne für die Zukunft
Wichtige Auswirkungen – ökologisch, wirtschaftlich und sozial
Traceless hat erhebliche ökologische, wirtschaftliche und soziale Auswirkungen.
Umweltfreundlich reduziert es die Plastikverschmutzung, senkt die Treibhausgasemissionen um bis zu 95 % und vermeidet giftige Substanzen. Es bietet eine vollständig kompostierbare Alternative, die kein Mikroplastik hinterlässt.
Wirtschaftlich unterstützt es das Wachstum der grünen Industrie, schafft nachhaltige Arbeitsplätze und ermöglicht eine kosteneffiziente Produktion mit vorhandenen Maschinen.
Sozial fördert es verantwortungsvollen Konsum, fördert die Werte der Kreislaufwirtschaft und schärft das öffentliche Bewusstsein für plastikfreie, naturverträgliche Lösungen.
Qualitäten und Kriterien, um die Praxis als effektiv,
effizient, nachhaltig und übertragbar zu betrachten
Qualitäten
Wirksamkeit: Wie gut erreicht die Praxis ihre Ziele?
Effizienz: Minimiert die Praxis den Ressourcenverbrauch und maximiert gleichzeitig die Ergebnisse?
Nachhaltigkeit: Trägt die Praxis zum Umweltschutz, zur sozialen Gleichheit und zur langfristigen Rentabilität bei?
Übertragbarkeit: Sind die Methoden auf andere Kontexte übertragbar?
Erforderliche Kompetenzen für die Umsetzung von Best Practices
